Wildkräuter-Focaccia mit Wildkräuterbutter – einfach lecker!

Eine Focaccia mit Wildkräutern verspricht eine kulinarische Reise durch die Welt unserer heimischen Wildkräuter. Mit den Wildkräutern wird die Foccacia nicht nur schmackhaft, sie ist auch gesund und voller wichtiger Nährstoffe. Wir verwenden von der Brennessel die winzigen Samen (Brennessel-Nüsschen) und dazu die Samen des Spitzwegerich. Die Brennesselsamen lassen sich leicht mit Gummihandschuhen von den im Herbst reifen Brennesseln abziehen und zu Hause auf einem ausgebreiteten Papier oder über einer Schüssel abribbeln. Die winzigen Nüsschen fallen dann heraus. Brennnesselsamen enthalten reichlich Mineralstoffe und Vitamin A, B, C und E, sowie Kalium, Eisen und Kalzium. Die Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem und sind eine gute Waffe gegen die kommende Erkältungszeit.


Rezepte aus dem Kräutergarten
„Rezepte aus dem Kräutergarten“ beweist, dass Kräuter Gerichte geschmacklich nicht nur verfeinern, sondern erst den richtigen Pfiff verleihen. Mit den rund 100 Rezepten lässt sich die Vielfalt heimischer Gartenkräuter ganz neu entdecken: Denn Petersilie, Dill, Schnittlauch und Co. spielen in diesem Buch die Hauptrolle!

Ob Kräutersalat mit Ziegenkäse, Bärlauch-Knödel, Rosmarin-Kaninchen oder Basilikumeis – die Rezepte für Suppen, Salate, Hauptgerichte und Desserts sind nicht nur fein, sondern auch kreativ. Hier wird deutlich, wie viel Eigengeschmack und Aroma Kräuter mitbringen. Welche große Vielfalt es noch zu erkunden gibt, zeigen Specials zu Wildkräutern, essbaren Blüten, fast vergessenen heimischen und exotischen Kräutern. Eine Warenkunde informiert außerdem über kulinarische Besonderheiten der einzelnen Kräuter und liefert Wissenswertes zu Einkauf, Verarbeitung und Konservierung.

Die eindrucksvollen Kräuterstillleben und zahllosen Food-Fotos sind das Besondere an „Rezepte aus dem Kräutergarten“ und machen es zu einem wahren Augenschmaus. Der opulent bebilderte Titel ist nicht nur ein exzellentes Kochbuch, sondern auch ein Band, den man gerne einfach nur zum Durchblättern und Genießen in die Hand nimmt.


Der Spitzwegerich ist der wohl  bekannteste Vertreter der zahlreichen Wegericharten. Der Spitzwegerich ist eine alte Heilpflanze, die noch immer in der Heilkunde angewendet wird. 2014 wurde er wegen seiner außergewöhnlichen Heilwirkungen für die Atemwege, die Mundschleimhaut und bei Wunden, zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.  Selbst viele Kinder wissen um seine juckreizstillende Wirkung bei Mücken-, Bienen oder Wespenstichen. Vom Spitzwegerich pflücken wir die Samenstände und ribbeln diese auf gleiche Weise wie die Brennessel-Nüsschen vom Stiel. Spitzwegerich-Köpfchen (keine zu alten Samen verwenden) sind fett- und schleimhaltig“. Die Wirksamkeit des Spitzwegerich beruht auf der einhüllenden Wirkung der Schleimstoffe und auf seiner antibakteriellen Wirkung der Abbauprodukte Aucubigenin aus Aucubin.


Die kleinen, flachen italienischen Brote sind im Handumdrehen selbstgemacht. Zur Abwechslung hier ein Rezept, das einmal nicht mit Thymian und Rosmarin daherkommt. Wir nehmen Brennesselnüsschen und Spitzwegerichsamen und backen eine urgesunde Focaccia mit einer ganz besonderen Geschmachsnote. Zubereitung:
Mehl, in eine Schüssel geben, eine Mulde mit einem Löffen hineindrücken, Trockenhefe hineinstreuen und eine halbe Tasse Wasser darüber gießen, leicht zu einem kleinen Teigklos anrühren (mit einer Prise Zucker geht die Hefe besser auf).

Zutaten für die Wildkräuter-Focaccia:

1 Handvoll Brennnessel-Nüsschen (siehe unten)
1 Handvoll fein geschnittener Spitzwegerichblätter
und die Samen junger Spitzwegerichköpfe
(sie erinnern an den Geschmack junger Champignons)
200 ml warmes Wasser
1/2 Tüte Trockenbackhefe
1/2 TL Salz
250 g Mehl
2 EL Olivenöl
grobes Meersalz

Nach einer Viertelstunde soviel Wasser und 1/2 Teel. Salz hinzugeben und einen geschmeidigen, knetbaren Teig ansetzen und die Kräuter unterkneten. Je besser der Teig geknetet wird, desto lockerer wird die Focaccia. Teig nochmals kurz duchkneten, aufgehen lassen und flache Fladen daraus formen.
Die Fladen auf ein Blech (Backpapier) legen, mit Öl bepinseln und Meersalz darüber streuen. Vor dem Einschieben in den Ofen ein paar Minuten nochmals gehen lassen.
Die Focaccia im Ofen 30 min bei 180 Grad Umluft backen.
Frisch schmeckt die Focaccia am besten.


 

 

 

 

 

 


Nichts gegen den obligatorischen Topf Basilikum auf der Fensterbank – aber Kochen mit Kräutern ist mehr. Neue, überraschende Ideen liefert Bio-Spitzenköchin Gabriele Kurz. Sie hat ein großes Faible für alles, was im Wald und auf der Wiese, im Vorgarten und auf dem Balkon sprießt: Bärlauch, Brennnessel, Huflattich, Schafgarbe … eine aromatische Entdeckungsreise in über 100 Rezepten.

Vegetarisch, bio und auf höchstem Niveau: Das ist die Küchenphilosophie von Gabriele Kurz. Ihren naturbelassenen Zutaten widmet sie große Sorgfalt und unterstreicht deren Charakter mit allen Arten von Kräutern und Blüten. Da verleiht junger Löwenzahn dem Risotto den entscheidenden Pfiff, und Pfefferminze macht den Geschmack der Schokoladen-Cassata erst perfekt. In ihrem neuen Buch präsentiert die Spitzenköchin sorgfältig komponierte und gut nachzukochende Rezepte, außerdem viele Tipps zum Sammeln und Konservieren von Kräutern. Und weil nicht jeder am Waldrand lebt, sind Garten-, Balkon- und Wildkräuter gleichermaßen vertreten.

Die Krönung zur Wildkräuter-Focaccia ist Wildkräuter-Butter. Dazu verwenden wir diesmal zarte Blätter der Brennesselspitze, Gundermann und Gänseblümchen.

Der Gundermann (auch Gundelrebe) wächst ähnlich wie Efeu, kriecht durch den Rasen und rankt an Zäunen empor. Seine Triebe werden bis zu einem Meter lang. Man kann die Blättchen bis in den Oktober hinein sammeln. Reibt man Gundermannblätter zwischen den Fingern, haben sie einen herb-würzigen Geruch und fühlen sich, wegen des enthaltenden Öls, leicht schmierig an. Das Öl ist der Hauptwirkungsträger für seine hautheilenden Eigenschaften.

Der Gundermann schmeckt angenehm würzig, fördert dank seiner Bitterstoffe die Verdauung.

Man nehme:

250 Gramm Butter
2 – 3 Teelöffel Kräutersalz oder Salz
1 Handvoll frische Brennesselblätter
eine Knoblauchzehe
ein paar Blättchen Gundermann
Gänseblümchen

Zubereitung:

Die Kräuter – vor allem die Brennesselspitzen – besonders fein hacken und mit dem Salz und der ausgepressten Knoblauchzehe unter die weiche Butter verrühren.
Die Butter am gleichen Tag verbrauchen oder die Reste bis zum Verzehr einfrieren. Als leckere Beigabe sind Gänseblümchen eine hübsche Deko.

 

Guten Appetit!

Hier haben ein Spezialist für Wildkräuter und ein erfahrener Berufskoch zusammengearbeitet:

Wildkräuter-Kochbuch

Der große Vorteil der Wildkräuter ist, dass sie sowohl vorbeugend als auch therapeutisch wirksam sind. Die Wirkstoffe/die mit dem Verzehr der Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Samen, Rinde, Wurzeln) aufgenommen werden, scheidet der Körper innerhalb kurzer Zeit wieder aus. Deshalb ist es auch nicht möglich, diese positiven Wirkungen auf Vorrat anzulegen. Das heißt, Gesundheit muss täglich neu erworben werden durch die richtige Auswahl, Zubereitung und Würzung unserer Speisen.
Den Verfassern des vorliegenden Buches ist es in hervorragender Weise gelungen, einerseits das Erkennen, Bestimmen, Sammeln und Aufbewahren, andererseits den Einsatz von Wildkräutern darzustellen. Den Autoren gilt Anerkennung für die professionelle Darstellung des Themas. Den Lesern wünsche ich viel Spaß und kulinarischen Genuss bei der Umsetzung der gebotenen Informationen.“ (Prof. Dr. Claus Leitzmann, Universität Gießen)


(Fotos: eigene Bilder und pixabay.com)

(Visited 91 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*