Kresse: kaum zu toppen

Die Kresse sollte ihren Platz ganz oben auf der Hitliste gesunder Kräuter haben. Der Kreuzblütler enthält viele Vitamine, Mineralstoffe, wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium. Bereits die alten Griechen und Pharaonen schätzten ihre geschmacklich intensiven ätherischen Öle.

Wer keinen Garten hat, sollte wenigstens einen Platz auf der Fensterbank für das wohlschmeckende Grünzeug benutzen, und es sollte nicht nur zur Dekoration über Suppen oder kalte Platten gestreut werden. Doch Kresse peppt nicht nur Speisen geschmacklich auf, sie gibt ihnen auch eine ordentliche Portion Gesundheit mit auf den Weg.

Von Indien aus, wo Kresse seit Jahrtausenden bei Durchfall, Muskelschmerzen und sexuelle Unlust eingesetzt wird, eroberte die Gartenkresse die Welt. Araber, Perser, Afrikaner und Europäer waren von ihrer gesundheitsfördernden Wirkung schnell überzeugt.

Kresse deckt den täglichen Vitamin C Bedarf mit 50 Gramm Kresse schon zu ein Drittel. Ihre Isothiocyanate regulieren bei einer Schilddrüsenüberfunktion die Jod-Versorgung. Auch für Diabetiker stabilisiert sie den Blutzuckerspiegel, indem sie dafür sorgt, dass er nach den Mahlzeiten nicht so rasch steigt. Ebenso ist die Kresse für das Herz-Kreislauf-System guter Schutzengel. Sie hemmt die übermässige Blutgerinnung, hilft Thrombenbildung zu verhindern, und ihre eindeutig harntreibende Wirkung sorgt dafür, dass die Nieren gut durchgespült werden. Dazu soll Kressesamenpulver eingenommen werden (am besten mit dem Arzt sprechen).

Kesse kann wunderbar selbst gezogen werden. Man benötigt dazu weder Balkon noch Garten. Denn Gartenkresse wächst notfalls auch auf feuchtem Küchenpapier auf einem Teller.

Am besten ist es, die Kresse immer erst unmittelbar vor dem Verzehr zu ernten, z. B. für köstliche Gemüse-Kresse-Puffer:

Für 2 Personen braucht man dazu…

2 mittlere Möhren, fein gerieben

150 g Knollensellerie fein gerieben

2 EL gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

50 g Kresse gehackt

4 EL Sojamehl mit 4 EL Wasser angerührt (Nicht-Veganer können die Masse mit 1 – 2 Eiern verfeinern)

Kräutersalz, Pfeffer, Muskat

Olivenöl

Die Zubereitung fordert wenig Aufwand…

Möhren, Sellerie, Kresse und Mandeln/Haselnüsse mischen. Die Sojamehl-Wasser-Mischung unter das Gemüse rühren. Mit den Gewürzen abschmecken und alles gut verkneten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Gemüsemasse Puffer formen und im Öl von beiden Seiten braten.

Dazu noch einen leckeren Salat und vielleicht ein Meerrettich-Sahne-Dip.

Guten Appetit!

Foto: pixabay.com

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